tunbasel.ch

Tüfteln, experimentieren und erleben

Kinder und Jugendliche erleben an der tunBasel.ch hautnah, wie spannend Technik und Naturwissenschaften sein können: Hier dürfen sie selber tüfteln und forschen – und dabei ins Staunen geraten.

Für einmal Ärztin sein und mit einem endoskopartigen kleinen Spiegel und viel Fingerspitzengefühl eine Paprika entkernen? Als Ingenieur mit Hilfe eines einfachen Computerprogramms eine Brücke über einen Fluss bauen und gespannt beobachten, ob sie dem darüberfahrenden Zug standhält? Vielleicht als Apothekerin eine Handcreme mischen und eine Badebombe basteln. Oder doch lieber das Rohmaterial eines Films bearbeiten? Die Qual der Wahl haben wissbegierige Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 16 Jahren: An der interaktiven Erlebnisschau tunBasel.ch erfahren sie auf spielerische Weise Spannendes über Technik und Naturwissenschaften. Auf einer Fläche von über 600 Quadratmetern laden 20 Institutionen wie etwa das Paul Scherrer Institut zum Staunen, Forschen und Entdecken ein.

Selber mitmachen lautet die Devise bei rund 30 Projekten, die zum Tüfteln anstiften. Zusätzlich zu diesen Erlebnislabors bietet das Forum ein Programm für die verschiedenen Altersgruppen: Die Vormittage sind auf jüngere Kinder zugeschnitten. Gezeigt wird etwa eine magische Show, die in die Geheimnisse der Chemie einführt. Nachmittags sind die älteren Schülerinnen und Schüler an der Reihe: An den Naturwissenschafts- und Technik-Tagen finden im Forum anspruchsvolle Referate und Experimentalvorlesungen statt. Hier zeigen Fachleute anhand ihrer eigenen Berufs- und Forschungstätigkeit auf, wie faszinierend ihre Arbeit ist. Der interaktive Vortrag «Von Molekülen und Medikamenten» beispielsweise erklärt den jugendlichen Zuhörern die komplexen Fragen, die beantwortet werden müssen, wenn ein neues Medikament entwickelt wird. Weitere Referate handeln davon, wie sich Nachwuchstalente in der Welt der Informatik verwirklichen können oder wie drei Physikstudenten aus ihrer Nano-Forschungstätigkeit eine internationale Firma aufgebaut haben.

Nachwuchsförderung, die Spass macht
Seit Jahren sind Schulabgänger, die ein Naturwissenschafts- oder Ingenieurstudium ergreifen oder Berufe dieser Fachgebiete ergreifen, Mangelware. Diesem Manko will die tunBasel.ch, die von der Handelskammer beider Basel initiiert wurde, entgegenwirken. «Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler schon früh für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern», sagt Peter Jeger, Bereichsleiter Bildung und Forschung bei der Handelskammer. «Durch die Erlebnisschau sollen wieder mehr Jugendliche ihre berufliche Zukunft auf diese spannenden Fachbereiche ausrichten.»

Warum nicht einen Klassenausflug an die muba machen? Der Eintritt an die tunBasel.ch ist für Schulklassen kostenlos. Lehrpersonen können an der Messe zudem Material für den Unterricht beziehen. Denn zurück im Schulzimmer geht das Tüfteln für die Jugendlichen weiter: Einzelne Institutionen bieten dafür Anleitungen und sogar Zubehör für Experimente zum Mitnehmen an.